Konflikte lösen

face to face ... 

bedeutet: Streit zwischen Mitgliedern, Mitarbeitern, Geschäftspartnern, Kunden und Konkurrenten

durch Mediation intelligenter zu beenden als bisher:

  • stets diskreter

  • meist schneller,

  • oft preiswerter und

  • erfahrungsgemäß nachhaltiger  

als in aufreibenden und teuren Gerichtsverfahren oder langwierigen Schiedsverfahren. Und allemal pfiffiger als durch autoritäre Entscheidungen von oben oder gar schlichtes Aussitzen.

Gerade für Unternehmer bietet Mediation außerdem die Chance, Kundenkontakte aufrechtzuerhalten und sogar zu vertiefen. Denn so erfahren sie, warum es zu dem Konflikt kam. 

Mediation ist ... 

ein strukturiertes und vertrauliches Verfahren, an dem zwei oder mehr Konfliktparteien freiwillig und ergebnisoffen teilnehmen. Sie versuchen unter Anleitung eines ausgebildeten und neutralen Mediators, eigenverantwortlich eine ideale Lösung für ihren Konflikt zu finden. Das geht nur, wenn die Parteien und der Mediator stets informiert sind, d.h. sich offen austauschen und keine Geheimnisse voreinander haben. Ihr Ziel ist: kein Kompromiss, sondern eine für alle Medianten optimale Lösung. Sollten die Medianten sich am Ende nur auf die "zweitbeste" Lösung einigen, ist auch das gut: Denn es gibt zumindest keinen Verlierer, weil jeder sein Gesicht gewahrt hat. Im wertschätzenden Umgang, face to face!

Das Verfahren kann jederzeit abgebrochen werden, ohne dass

die Kontrahenten dadurch Nachteile erleiden (z.B. hemmen  Mediationsgespräche die zivilrechtliche Verjährung). Es mag zunächst widersprüchlich  klingen: Die Gewissheit, jederzeit abbrechen zu können, trägt oft dazu bei, das Medianten nicht vorschnell aufgeben, sondern zunehmend lockerer werden und Ideen äußern, die anfangs kaum vorstellbar waren.  

 

All diese Vorteile machen Mediation aus: ein Verfahren, wie maßgeschneidert für erstaunlich viele emotional aufgeladene Konflikte. Es wird daher auch in Deutschland, nach erfolgreichem Einsatz in Familienkonflikten seit Anfang der 1990-er Jahre, auch in der Wirtschafts- und Arbeitswelt sowie im öffentlichen Raum  immer häufiger angewendet. 

Die Rolle des Mediators...

entspricht nicht der eines Richters oder Schlichters, weicht allerdings auch erheblich von der eines bloßen Moderators ab. Der Mediator ist zwar weitgehend Wächter des Verfahrens. Der Clou ist aber, dass er den Streit nicht selbst entscheidet und seinen Medianten - insofern anders als ein Schlichter - möglichst auch keine eigenen Lösungen unterbreitet. Allerdings kann er die Konfliktparteien bei der Suche nach optimalen Lösungen inhaltlich unterstützen, wenn sie es wünschen: zum Beispiel, wenn die Verhandlungen festgefahren sind oder die Medianten erfahren  möchten, welche Lösungen in ähnlichen Fällen gefunden wurden.   

Als Anwaltsmediator...

darf ich meine Medianten über nicht-juristische Lösungsvorschläge hinaus, in geeigneten Fällen auch rechtlich informieren und dadurch zusätzliche Wege für eine eigenveranwortliche Lösung aufzeigen. Diese Möglichkeit ist nichtanwaltlichen Mediatoren wegen des Rechtsdienstleistungsgesetzes (RDG) verwehrt. Außerdem darf ich als Anwaltsmediator meinen Medianten durch Rechtsrat helfen, die Mediationsvereinbarung in eine rechtssichere Form zu gießen. Gut zu wissen, denn missverständliche oder gar unwirksame Formulierungen können schnell neuen Streit hervorrufen!   

Das Mediationsergebnis ...

ist keineswegs eine bloß unverbindliche Absichtserklärung. Vielmehr achtet der Mediator auf eine klare Formulierung und Fixierung der Lösung. Diese wird in der Regel schriftlich dokumentiertBei vielen Vereinbarungen handelt es sich um Verträge, die Konfliktparteien auch rechtlich binden.

Das vom Bundejustizministerium entworfene Mediationsgesetz sieht vor, dass eine solche Vereinbarung vom Amtsgericht oder einem Notar für vollstreckbar erklärt werden kann, wenn beide Parteien dies wünschen. Vor dem Notar ist das schon nach derzeitiger Rechtslage möglich, setzt aber voraus, dass die Konfliktparteien während der Mediation anwaltlich vertreten waren (Anwaltsvergleich gemäß § 796 c Zivilprozessordnung).   

Ideal einer gelungenen Mediation ist es natürlich, dass die früheren Konfliktparteien keine Vollstreckung aus ihrer Vereinbarung in Erwägung ziehen. Andererseits findet Mediation nicht im rechtsfreien Raum statt; daher sollte der Mediator meines Erachtens seinen Medianten zu einer realistischen Perspektive verhelfen. Ein Ausblick auf die Folgen einer gescheiterten Mediationsvereinbarung kann dazu beitragen.    

Es gibt eine Wahrheit, die nur der Eine sieht, und es gibt eine Wahrheit, die nur der Andere sieht. Und dann gibt es noch eine Wahrheit,

die Beide nicht sehen. 

Diese "dritte Wahrheit" ist kein objektiver Sachverhalt, sondern eher eine dritte Sichtweise auf den Konflikt. Meine Aufgabe als Mediator besteht u.a. darin, den Blick der Parteien zu schärfen, oder besser gesagt: auf diejenigen Anliegen zu fokussieren, die sich hinter verhärteten Positionen verbergen. Der für die Parteien damit verbundene Erkenntnisgewinn ist der Mediation eigen:

 

Mediation ist nicht nur ein Verfahren,

sondern auch eine innere Haltung.